Übernahme der erflogenen Werte /Zusammenspiel der Sensibilitätseinstellungen

01 Jan 2018 16:06 - 01 Jan 2018 16:07 #7 von sunbeam

ohmgnohm schrieb: Hab mir die Frage auch schon gestellt.
Antwort von Jeti.

roll tuning - tuning value is simply added to default gain (in Stabilization settings)

So if you have -15 on your slider, clear the slider from tuning menu, then in Stabilization settings subtract -15 from default gain. (50-15 =35)

The Gain and Heading coeffs (in Airplane stab. menu) are multiplied by a combination ("Default gain" + position of gain tuning slider)


Mein Modell für die Halle ist fertig, so dass ich mich auch ein wenig mit meinem REX6-Assist beschäftig habe.

Wenn ich das richtig verstehe, wird die "Empfindlichkeit" in den "Flugzeug Einstellungen" (Vorgabe: 20) von der "Standardempfindlichkeit" in den "Stabilisierungseinstellungen" (Vorgabe: 50%) zuzüglich bzw. abzüglich der Werte der "Empfindlichkeitskanäle" in der "Kanalzuordnung" beeinflusst.

Jetzt habe ich mich gefragt, welchen Wert ich denn ändere, wenn ich mit der Stabilisierung nicht zufrieden bin: Die "20", also die "Empfindlichkeit"? Oder die 50%, also "Standardempfindlichkeit"?
Ich würde mir das so beantworten, dass ich für kleinere Korrekturen an der "Standardempfindlichkeit", also den "50%", ändere, weil sie ja ein Gewichtungsfaktor der "20" bzw. der "Empfindlichkeit" sind. Bei größeren Korrekturen würde ich direkt die "20" als "Empfindlichkeit" anpassen.

Seht ihr das auch so? Liege ich mit meiner Einschätzung richtig?

Danke & Gruß und ein frohes neues Jahr!
Kai
Folgende Benutzer bedankten sich: e-modell

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

03 Jan 2018 18:16 #8 von e-modell
Hallo Jochen, hallo Kai,
erst einmal Danke für Eure Bemühungen auf der Suche nach den richtigen Empfindlichkeitseinstellungen des Assists!
Kai, prinzipiell sehe ich die Zusammenhänge zwischen den Flugzeugeinstellungen, den Flugmoduseinstellungen und dem erflogenen Feintuningwert (Drehgeber) genau so wie Du. Die Errechnung des Prozentwertes (für die interne Verarbeitung im Empfänger) hier im Beispiel „7“ ist für mich nachvollziehbar, bringt aber nur etwas zum Verständnis des Assists. Wichtig ist lediglich, von welchem Wert ist der erflogene Wert abzuziehen oder zu addieren.
Einige Dinge sind hier trotzdem nicht eindeutig nachvollziehbar, auch die Aussage von Jeti nicht (zumindest für mich).
Von der Reihenfolge in der Programmierung des Assits kommen folgende 3 Einstelltmöglichkeiten:

Flugzeugeinstellung -> Empfindlichkeit (Vorgabewert 20), keine Prozentangaben !
- der Einzelbereich geht aber von 0 bis 10.000!

Stabilisierungseinstellungen -> Flugmoduseinstellungen (M1,M2,M3)
- z.B. Normal, Dämpfung -> Edit: 50%
- Einzelbereich: 0 bis 125%

Kanalzuordnung
- Hauptkanäle zuordnen -> kaliberiere QR, HR, SR (also für jede Raumachse!)
- Zusatzkanäle anordnen -> Empfindlichkeitskanäle (Drehgeber für Roll, Pitch, Yaw)
Die erflogenen Empfindlichkeitswerte liegen zwischen +/- 100.
Der erflogene Wert soll nach Jeti-Aussage mit den 50% (Standardempfindlichkeit für alle Achsen) verrechnet werden. Das macht ja auch Sinn, denn wenn ich maximal +/- 100 bei einem theoretischen Wert 2000 in den Flugzeugeinstellungen verrechne, ist das Blödsinn und hat so gut wie keine Wirkung.
Jetzt kommt die Crux:
Ich erfliege z.B. einen Wert von -15 mit einem Zusatzkanal für z.B. Querruder. Nach Jeti ziehe ich jetzt die -15 von den 50% ab und stelle nun fest 35 ein. OK.
Jetzt erfliege ich einen weiteren Wert von z.B. +10 für das Höhenruder und z.B. -5 für das Höhenruder. Was nun!!!! Man kann ja nur einen dieser 3 erflogenen Werte mit den vorgegebenen 50% verrechnen!!!
Das heist im Umkehrschluss, die Aussage von Jeti kann nicht ganz richtig sein, denn man kann nur eine Achse so verrechnen mit der Standardempfindlichkeit von 50% für alle Achsen!
Wir haben aber 3 Achsen und die Multicopter sogar noch einen Gaskanal!

Fazit:
Wir müssen mit der Grundempfindlichkeit (Vorgabewert 50%) einen brauchbaren Wert für alle 3 Achsen erarbeiten. Bei einem Flächenflieger sollte man zuerst den Wert für das Höhenruder erfliegen bei verschiedenen Geschwindigkeiten bis das Modell eine oszillatorische Wellenflugbewegung in der Luft (natürlich gegen Wind!) macht. Mit dem iGyro von PowerBox oder den AS3X Empfängern ging das recht schnell in 1 bis 2 Flügen.
Das sollte mit dem Assist auch gehen. Die anderen achsenabhängigen Einstellungen für das QR und das SR sind dann nur einstellbar von Hand wie oben unter Pkt. 1 Flugzeugeinstellungen -> Empfindlichkeit möglich (0 bis 10000)! Diese Empfindlichkeit kann nach meinem Verständnis nicht mit einem Drehgeber im Flug erflogen werden, jedenfalls z.Z. nicht und nach Aussage der Verrechnungsmethode von Jeti.
Ich bin bereits 2x mit einem 3,6 Meter Segler geflogen mit Assist im Dämpfungsmode für den Landeanflug. Obwohl auf der Werkbank (Werkseinstellung 50/20/0) deutlich die Servos gearbeitet haben, reichte es für eine brauchbare Stabilisierung im Flug nicht aus, auch nicht wenn ich den programmierten Drehgeber auf Anschlag nach rechts gedreht habe. Drehgeber nach rechts bedeutet ja Verdopplung des Empfindlichkeitswertes von 20 auf 40 pro Achse. Der Segler wurde zwischen 40 bis 120 km/h geflogen ohne eine merkliche Stabilisierung zu fühlen bei leicht bockigem Wind.
Ich werde beim nächsten Flug den Drehgeber auf alle 3 Achsen gleichzeitig scharf machen, also für QR, HR, SR und probieren. In der Regel sitzen die Werte auch nicht so weit auseinander. Die Empfindlichkeitswerte für QR, SR und HR werde ich auf 80 setzen, da ich bisher so gut wie keine Wirkung verspürte. Da der Drehgeber +/- 100 machen kann, kann man also locker zwischen Null (entspricht noch 10% gemäß S. 42/43) und 160 variieren. Zur Not geht ja immer noch Ausschalten.

Noch einige Bemerkungen:

Auch habe ich „Setze Sensortrimmung jetzt“ durchgeführt, wobei das Modell exakt ausgemessenen auf dem Bautisch gelegen hat (Flügel 1,5 ° EWD und Höhenruder exakt 0°. Diese Trimmwerte werden leider nicht in den Empfänger übernommen. Demzufolge funktioniert auch der Rettungsmode (Horizont) auch nicht richtig. Habe das Jeti auch schon gemeldet, wie einige andere auch.
Die Einstellmöglichkeit unter „Flugzeugeinstellungen -> Empfindlichkeit von 0 bis 10.000 erscheint mir viel zu groß ! Kann ja jeder mal probieren und die Empfindlichkeit mal langsam hochdrehen bis 10000. Die Servos fangen so bei 3000 bis 5000 an zu schwingen, je nach Spiel in der Anlenkung (die Regelung spielt verrückt, viel zu empfindlich!). Diese hohen tausender Werte braucht niemand.
Übrigens sind die Bezeichnungen der Bilder für die Einbaulagen des Empfängers etwas unglücklich. Das erste Bild „Standard“ sollte besser flach-liegend (auch Bild Nr. 8 gedreht) und die Bilder 6 und 7 „stehend auf der linken oder rechten Seite“ heißen. Es ist nicht gut übersetzt worden und hat ja hier im Forum schon für Verwirrung gesorgt.

Es ist dringend ein Softwareupdate für die Empfänger nötig (auch mit Vario Freischaltung).
So, es sind meine ganz persönlichen Erfahrungen bis jetzt mit dem Assist. Wenn ich hier etwas falsch sehe, bin ich für jeden Hinweis sehr dankbar. Das Potential und die Vielfältigkeit der Assist Empfänger ist enorm, man muss nur die richtigen Einstellungen finden. Sofern sich das Wetter beruhigt und es nicht in den Frostbereich geht, gibt es weitere Testflüge.

Gruß Bernd
und natürlich keinen Holm- und Rippenbruch für das Neue Jahr 2018 !
Folgende Benutzer bedankten sich: sunbeam, Lipoly

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

03 Jan 2018 19:23 #9 von Jochen
Hallo Bernd,
ja, da gibt´s noch einiges zu tun :-)
Ich glaube allerdings dass der erste Teil meines Eröffnungsposts von diesem Thread richtig ist; also dass der erflogene Wert des Sliders (auch pro Achse unterschiedlich möglich) prozentual auf den Empfindlichkeitswert je Achse wirkt (hier im Beispiel die 20). Was dann aber der flugmodiabhänige Wert (hier 50) bewirkt habe ich leider auch noch nicht in Erfahrung bringen können.

Gruß Jochen
Folgende Benutzer bedankten sich: sunbeam, e-modell

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

03 Jan 2018 20:41 #10 von e-modell

Jochen schrieb: Hallo Bernd,
ja, da gibt´s noch einiges zu tun :-)
Ich glaube allerdings dass der erste Teil meines Eröffnungsposts von diesem Thread richtig ist; also dass der erflogene Wert des Sliders (auch pro Achse unterschiedlich möglich) prozentual auf den Empfindlichkeitswert je Achse wirkt (hier im Beispiel die 20). Was dann aber der flugmodiabhänige Wert (hier 50) bewirkt habe ich leider auch noch nicht in Erfahrung bringen können.

Gruß Jochen


Hallo Jochen,
ja, die erflogenen Werte von z.B 3 Drehgebern oder Slidern für QR, SR und HR wirken bestimmt mit den unterschiedlich eingestellten Werten in den entsprechenden Achsen. Ich möchte aber nicht ständig 3 Drehgeber in Betrieb haben, sondern die Werte fest einstellen und das geht eben nach Jeti Empfehlung nicht, da ich nur einen erflogenen Wert mit der Vorgabe 50% (Flugmoduseinstellung) verrechnen kann. Diese unterschiedlichen Werte können nur in den "Flugzeugeinstellungen -> Empfindlichkeit" für QR, HR und SR unterschiedlich eingestellt werden. Wo anders geht es ja nicht. Aber hier können Werte von 0 bis 10000 eingestellt werden! Jeti muss hier zu der Einstellung bis 10000 etwas sagen und wie die erflogenen Werte hier eingeben werden.

Gruß Bernd

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

04 Jan 2018 07:54 - 04 Jan 2018 07:56 #11 von sunbeam
Hallo Bernd,

ja, deinen Ausführungen stimme ich zu! An den von dir genannten Aspekt, dass es problematisch ist, mehrere Feineinstellungs-Werte mit den "50%" zu verrechnen, hatte ich noch gar nicht gedacht! Da bin ich momentan auch überfragt.

Zu der Standardempfindlichkeit von "20" (wohlgemerkt ohne Einheit): In der Anleitung schreibt Jeti, man solle den Wert jeweils um 20% erhöhen, bis ein Aufschwingen merkbar ist, und dann wieder um 20% zurückdrehen.
Ich hatte mich gefragt, ob man 20% von "20" nehmen muss, also mit Werten wie "24", "28", "32" etc. probieren soll, oder ob die "20" selbst "20%" sind und man ein Vielfaches davon testen soll, also "40", "60", "80" etc.

Wenn du sagst, dass der Einstellbereich bis 10.000 reicht, dann würde das für mich eher für die zweite Variante sprechen, also dass die "20" eine "20%" sind und Werte von weit über 100% zulässig wären.

...ist aber alles erstmal eine vollkommen wertfreie Vermutung!

Gruß, Kai

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

06 Jan 2018 20:23 #12 von e-modell
Der „Da Vinci Code“ für die Einstellung der Empfindlichkeit des Assist ist wohl geknackt!
Spaß beiseite. Die Ergebnisse am Ende. Hat alles prima geklappt!!!
Heuet war ich wie angekündigt mit dem REX 10 A und einem 6,6 kg Segler bei für Januar traumhaften Wetter auf dem Flugplatz. 7 Grad, 2 bis 3 Windstärken und oft Sonne!
Um es vorweg zu nehmen:
Die heute erflogenen Einstellwerte für Dämpfung und Heading stimmen fast 100% ig mit denen vom iGyro (2014 für die Pilatus Porter) und sogar mit den Einstellungen in AS3X Empfängern überein. Die mathematischen Rechenmodelle für die Kreiselfunktionen sind wahrscheinlich fast alle identisch bei allen Herstellern bzw. man hat sich das untereinander abgeschaut.
Noch etwas zum Heading Modus, beschrieben auf Seite 36.
In diesem Modus dürfen keine Trimmungen oder aus Mixern hervorgerufene Ausschläge verwendet werden, da jede Verschiebung der Servoausgangsposition von der Elektronik als Anweisung zur Gegenstabilisierung erkannt wird !!! (Also auch z.B kein Tiefenruderausschlag bei Butterfly !)
Im Dämpfungsmode spielt das alles keine Rolle.

Hier die Einstellungen meines Assisten:
Dämpfungsmode (Normal): Empfindlichkeit 60 (für alle Achsen)
der Wert halten spielt im Dämpfungsmode keine Rolle, ist nicht aktiv.

Bild 1
Du hast keine Berechtigung, um diese Seite zu betreten!


Alle Empfindlichkeitskanäle liegen gemeinsam auf einem Drehpoti. Hier ist schon mal der max. mögliche erflogene Wert von 35% zu sehen. Bei 50% hat das Modell sehr deutlich mit den Querrudern geschwungen!

Bild 2
Du hast keine Berechtigung, um diese Seite zu betreten!


Die Standardempfindlichkeit habe ich bei 50% für alle Flugmodi gelassen.
Mode 2= Dämpfungsmode
Mode 3= Heading

Bild 3
Du hast keine Berechtigung, um diese Seite zu betreten!

Bild 4
Du hast keine Berechtigung, um diese Seite zu betreten!


Nach 3 Probeflügen mit sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten ( ca. 45 bis 130 km/h) und Zuschaltung des Dämpfungsmode nur bei der Landung wurden die Empfindlichkeitskanäle wieder gelöscht. Der erflogene Wert von 35 wurde nochmals aus Sicherheitsgründen auf 30 reduziert, da mein Modell durchaus an die 200 km/h rankommen kann (ja, aber nicht bei der Landung).

Bild 5
Du hast keine Berechtigung, um diese Seite zu betreten!


Und jetzt kommt die feste Eingabe, nach der wir ja alle gesucht haben:
60 + (30% von 60 = 18) = 60 + 18 = 78.
Dieser Empfindlichkeitswert von 78 ist nun für alle Achsen gleich eingegeben worden.

Bild 6
Du hast keine Berechtigung, um diese Seite zu betreten!


Jetzt gab es natürlich noch 2 Testflüge mit diesen festen Einstellung und einem frischen Akku. Es konnten keine Unterschiede wieder bei verschiedenen Geschwindigkeiten gegenüber der Variante mit aktiven Drehgeber festgestellt werden. Die Dämpfung funktioniert einwandfrei und ein Aufschaukeln des Modells war nicht festzustellen.
So kann jeder nach seinen Wünschen je nach Modell auch unterschiedliche Werte in den einzelnen Achsen erfliegen.
Mein Segler hat bei der Butterflyfunktion ca. 2mm Tiefenruderzumischung. Diese habe ich gelassen im Dämpfungsmode. Alle Achsen werden im Landeanflug stabilisiert und der Segler kommt super gerade und harmonisch zur Landung.

Als letztes habe ich noch den Headingmodus im Landeanflug getestet mit den zuvor gezeigten Einstellungen (siehe Bild1 - Halten).
Die Zumischung des Tiefenruders habe ich natürlich deaktiviert, alles andere gelassen.
Beim Fliegen im Landemodus (Heading) rastete der Segler nach jeder Steuerbewegung (Kurven) förmlich ein wie ein Kunstflugmodell. Hatte man die Platzrunde absolviert und das Modell nur noch auf sich zugesteuert mit Butterflyfunktion kommt er er auch schnurgerade herunter. Der Assist gleicht auch komplett den Tiefenruderausschlag bei Butterfly aus. Man muss das Modell aber bereits in einem gewissen Abstiegswinkel steuern, welches der Headinmodus dann beibehält. Als Pilot muss man allerdings aufpassen, dass das Modell nicht zu langsam wird.
Ich persönlich habe dann doch wieder auf den Dämpfungsmode zurück gewechselt. Gefällt mir harmonischer bei einem Segler.
Diese erflogenen Werte sind natürlich für Motormodell, Schleppmaschinen, Jets usw.
erst mal brauchbar, müssen aber wohl im Headingbereich je nach max. Geschwindigkeit eventuell angepasst werden.

Nach meinen heutigen Tests habe ich einen älteren Segler wieder lieb gewonnen mit „Dämpfungsmode“ und den schönen Möglichkeiten der Telemetrie mit einer DS-24!
Hätte nicht gedacht, dass ich nach meinem Systemwechsel gleich so viel Freude haben kann.
Mein Segler hat erst mal eine gute brauchbare Einstellung gefunden mit dem Assist und ich bin sehr zufrieden.

Gruß Bernd
Folgende Benutzer bedankten sich: sunbeam, Markus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.220 Sekunden

Impressum